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Private Cloud mit der Synology Diskstation

Private Cloud mit der Synology Diskstation

Heute stelle ich meine neue Synology Diskstation DS216j vor. Ich zeige, wie du die Festplatten installierst und die Diskstation in Betrieb nimmst. 

Um die Daten eines PCs und der beiden MacBooks zu sichern, benötigte ich eine vernünftige Lösung, die immer zur Verfügung steht und auch Ausfallsicher ist. Dafür eignet sich hervorragend ein NAS-Laufwerk (Network Area Storage). Ein NAS ist ein Gerät, das Festplattenspeicher im Netzwerk zur Verfügung stellt. Es gibt verschiedene Hersteller, die wiederum verschiedene Geräte-Varianten anbieten.

Doch welches NAS Laufwerk ist das Richtige für meine Zwecke. Auf jeden Fall war für meine Sicherungen ein Laufwerk mit 2 Festplatten, die gespiegelt werden, erforderlich. In meiner engeren Auswahl standen die Laufwerke von QNAP TP-231, Western Digital MyCloud Mirror oder das Synology DS216.

Vorüberlegung

Zuerst hatte ich die Western Digital MyCloud Mirror 8 TB im Auge. Dieses Laufwerk sieht schick aus und hatte laut Hersteller alle wichtigen Features, die ich benötige. Darin sind 2 Festplatten mit jeweils 4GB verbaut. Da die Festplatten gegenseitig gespiegelt werden, stehen nur 4 TB Speicher zur Verfügung. Allerdings kann ein Datenverlust durch den Defekt einer Festplatte nahezu ausgeschlossen werden. Die WD kann auch mit Apples „Time Machine Backup“ umgehen, das für das Sichern der MacBooks benötigt wird.

Nach dem ich mir im Internet viele Videos und viele Bewertungen angesehen und durchgelesen habe, war ich doch etwas skeptisch. Der Preis für eine WD MyCloud Mirror 8 TB lag auf Amazon bei 449,- EUR, was sehr attraktiv ist. Allerdings konnten mich die Bewertungen nicht überzeugen.

Das QNAP war mir zwar bekannt, doch mit Geräten dieses Herstellers habe ich noch nicht gearbeitet und kannte auch niemand, der ein derartiges Gerät besaß. Hingegen wußte ich von einige Personen, die mit Synology zufrieden sind. Aber QNAP und Synology bieten Ihre Geräte leer an, ohne Festplatten. Hier musst du dir zusätzlich die Festplatten besorgen und einbauen.

Mit Synology habe ich schon vor einigen Jahren gearbeitet. Ein komplettes Synology-Laufwerk mit 4 TB verfügbaren Festplattenspeicher war wesentlich teuerer als die WD, in der ja schon seitens des Hersteller 2 NAS Festplatten (ausgelegt für Dauerbetrieb 24 Std/7 tage die Woche) mit jeweils 4 TB verbaut worden sind.

Die Synology Diskstation

Ich habe mich letztlich für eine Synology Diskstation DS216j entschieden. Synology stellt verschiede Geräte dieser Baureihe mit 2 Festplatten-Einschüben (2Bay) her. Es gibt folgende Varianten:

  • DS216se – Single Core Prozessor 800MHz,
    256MB Arbeitsspeicher, USB2
  • DS216j – Dual Core Prozessor 1,0 GHz,
    512MB Arbeitsspeicher, USB3
  • DS216 – Dual Core Prozessor 1,3 GHz,
    512MB Arbeitsspeicher, USB2 & USB3
  • DS216play – Dual Core Prozessor 1,5GHz,
    1GB Arbeitsspeicher, USB2 & USB3, Video Transcoder
  • DS216+ – Intel Celeron 2,1 GHz 64Bit,
    1GB Arbeitsspeicher, USB2 & USB3, Video Transcoder

Für meine Anwendung reichte mir die DS216j. Eine Video Transcodierung benötige ich nicht. Mir ging es nur um Netzwerkspeicher und um einen eigenen Cloud-Server. Alle Modelle besitzen ein Hardware-Verschlüsselungs-Modul, mit dem sich die Daten auf den Festplatten in Echtzeit verschlüsseln lassen.

Das Synology DS216j kostet leer (ohne Festplatten) bei Amazon derzeit ca. 179,- EUR. Hinzu kommt der Preis für die Festplatten. Hier wollte ich keine herkömmlichen HDDs verwenden, sondern Festplatten, die für den Dauerbetrieb in Servern ausgelegt sind, so genannte 24/7 Platten. Die bekanntesten Platten sind die WD Red von Western Digital. Allerdings sind das auch die Teuersten.

Synology DS216j + 2 Festplatten

Synology DS216j + 2 Festplatten

Nach eingehender Recherche habe ich auf Amazon ein Bundle entdeckt, das mit entsprechenden 24/7 Festplatten von Seagate angeboten wurde. Im Prinzip sind das ähnliche Festplatten von einem anderen Hersteller. Und das Angebot war deutlich günstiger als mit den WD Red Platten.

Lieferumfang

Zum Lieferumfang der Synology Diskstation DS216j gehören neben dem eigentlichen NAS-Laufwerk, ein Netzteil mit Kaltgerätekabel, 8 Schrauben zum befestigen der beiden Festplatten, 2 Schrauben zum fixieren des Gehäusedeckels, ein Netzwerkkabel und eine Kurzanleitung.

  • NAS-Leergehäuse DS216j
  • 1x Netzteil 230V
  • 1x Kaltgerätekabel
  • 1x Netzwerkkabel
  • 8x Festplattenschrauben
  • 2x Gehäuseschrauben
  • 1x Kurzanleitung
Lieferumfang Synology DS216j

Lieferumfang Synology DS216j

Synology Festplatten einbauen

Wie vorhin schon erwähnt, werden die Festplatten separat geliefert und müssen erst noch in die Diskstation eingebaut werden. Das ist mit einem Schraubendreher ruck zuck erledigt.

Zuerst muss das Gehäuse geöffnet werden. Hierfür legst du das Gerät auf die Seite und schiebst die obere Gehäusehälfte vorsichtig nach hinten. Die Schrauben zum fixieren des Gehäusedeckels liegen, wie erwähnt mit in der Verpackung.

Gehäuse öffnen

Gehäuse öffnen



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Jetzt siehst du die beiden Festplattenschächte. Hier schiebst du jetzt die beiden S-ATA Festplatten vorsichtig ein, bis sie spürbar einrasten.

Die Beiden Festplatten-Einschübe

Die beiden Festplatten-Einschübe

Festplatte einschieben

Festplatte einschieben

Anschließend musst du die Festplatten mit Hilfe der mitgelieferten Schrauben befestigen und dann kannst du auch schon das Gehäuse wieder schließen und die Gehäuseschrauben festdrehen.

Festplatten festschrauben

Festplatten festschrauben

Position der Festplattenschrauben

Position der Festplattenschrauben

Jetzt ist die Synology Diskstation hardwareseitig fertig und kann das erste mal gestartet werden.

Synology DSM 6 installieren

Für den ersten Start musst du nur die Synology DS216j mit dem Netzteil verbinden und natürlich über ein Netzwerkkabel mit deinem Netzwerk verbinden. Dann kann es auch schon los gehen.

Im Gegensatz zur WD My Cloud Mirror musst du keine zusätzliche Software auf deinem Computer installieren, um das Laufwerk das erste mal zu konfigurieren. Das finde ich persönlich sehr vorteilhaft.

Deine Diskstation bezieht Ihre Netzwerkadresse automatisch vom Router. Das heisst, das du für den ersten Aufruf einfach:

in deinen Browser eingeben musst. Jetzt meldet sich deine Synology-Diskstation und möchte erst einmal das Betriebssystem installieren. Aber keine Angst, dein Synology Laufwerk lädt das Betriebssystem selbstständig aus dem Internet herunter. Du musst während der Konfiguration nur einige wenige Fragen beantworten.

Synology Start DSM Installation

Synology Start DSM Installation

Anzeige des Installations-Fortschritts

Anzeige des Installations-Fortschritts

Nach erfolgter Ersteinrichtung habe ich dann der Diskstation eine feste IP-Adresse in meinem Netzwerk zugewiesen. Damit stelle ich sicher, das ich das Laufwerk auch immer unter dieser Adresse finde. Das ist gerade wichtig, wenn man auch mal ein Gerät im Netzwerk hat, das eine andere Arbeitsgruppe verwendet. Dann kann das NAS nicht mit dem Namen angesporchen werden, aber sehr wohl mit der IP.

Synology Benutzer und Freigaben einrichten

Nachdem du die Grundeinrichtung deiner Diskstation abgeschlossen hast, musst du jetzt natürlich noch die Benutzer und die Freigaben anlegen und konfigurieren.

Gemeinsame Ordner anlegen

Gemeinsame Ordner anlegen

Standardmäßig erhält jeder neu angelegter Benutzer ein eigenes Verzeichnis, in das er Daten ablegen kann. Hierfür müssen keine extra spezielle Einstellungen getätigt werden. Hier hat aber ausschließlich der eigene Benutzer Zugriffsrechte.

Wenn verschieden Nutzer auf einen Daten-Ordner zugreifen sollen, ist es erforderlich „Gemeinsame Ordner“ einzurichten. Und dann den entsprechenden Benutzern entsprechende Zugriffsrechte zu vergeben.

Soll die Diskstation auch für den Datensicherung „Time Machine“ für Apple Mac Books oder iMacs verwendet werden, so ist es ratsam einen separaten gemeinsamen Ordner für die Backups anzulegen. Ebenfalls empfehle ich für jeden einzelnen Mac eigens für das Backup einen neuen Benutzer anzulegen. Diesem kann dann entsprechend ein Kontingent zugewiesen werden. Dadurch kannst du verhindern, das deine Mac-Backups irgendwann den gesamten Speicherplatz deiner Diskstation belegen.

Speicher Kontingent für Time Machine User festlegen

Speicher Kontingent für Time Machine User festlegen

Die eigene Cloud

Mit der Synology Diskstation kannst du dir auch eine eigene Cloud bereitstellen, vergleichbar mit dem Dienst Dropbox oder iCloud. Der große Vorteil ist natürlich, dass dein Speicherplatz nur von den Festplatten in der Synology begrenzt wird.

Ein weiterer entscheidender Vorteil ist die Datensicherheit. Während bei Dropbox, Box.net oder iCloud die Daten auf amerikanischen Server gespeichert werden, liegen deine Daten sicher auf der heimischen Diskstation und nur du hast ausschließlich Zugriff darauf.

Die Einrichtung ist ebenfalls sehr einfach. Als erstes musst du aus dem Synology Paketzentrum den „Cloud Station Server“ installieren. Das kannst du mit einem Klick erledigen. Anschließend gehst du in die Einstellungen des Servers und musst noch die Benutzer und Benutzerverzeichnisse definieren, die eine private Cloud verwenden dürfen.

Cloud Station Server aus der Paketverwaltung installieren

Cloud Station Server aus der Paketverwaltung installieren

Im letzten Schritt musst du auf den einzelnen Client-Rechnern die entsprechende „Cloud Station Client“ Software installieren. Diese gibt es sowohl für Windows als auch für Apple Rechner. Und die Cloud Station funktioniert nicht nur im heimischen Netzwerk, sondern eben auch über das Internet.

Fazit

Ich bin sehr zufrieden mit meiner Synology Diskstation DS216j mit den 2x 4TB Seagate NAS Festplatten. Für meinen Anwendungsfall reicht wirklich die „j“ Variante. Für meine Aufgaben steht mir genügend Leistung zur Verfügung. Die Schreib und Lesegeschwindigkeit ist sehr gut und meine Mac’s und auch der heimische PC arbeiten tadellos mit der Diskstation zusammen.



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