Pages Menu
TwitterRssFacebook
Categories Menu
Wichtige Daten vor Stromausfall sichern

Wichtige Daten vor Stromausfall sichern

In diesem Beitrag zeige ich dir, wie ich die wichtigen Daten auf meinem Server vor Stromausfall schütze. Warum ein Stromausfall gefährlich werden kann und wie auch du auf der sicheren Seite sein kannst.

Zuerst einmal eine kleine Vorgeschichte. Wer sein Computersystem vor einem Stormausfall schützen möchte, der benötigt dafür eine Unterbrechungsfreie StromVersorgung oder kurz USV. So eine USV ist ein Gerät, welches Strom in eingebauten Batterien bzw. Akkus speichert und im Falle eines Stromausfalls das daran angeschlossene Computersystem eine zeitlang weiter mit Strom versorgt. Idealer Weise, bis der Strom wieder da ist.

Warum überhaupt eine USV

Im professionellen Bereich werden USV’s sehr häufig eingesetzt. In Unternehmen sind die Daten meistens auf einem zentralen Server in der Firma gespeichert und werden im Netzwerk bereitgestellt. Fällt während eines Schreibzugriffs der Strom aus, können diese Daten nicht mehr vollständig geschrieben werden. Die Folge davon können korrupte Daten sein. Kurz die Daten sind dann futsch.

Hier wird der ein oder andere jetzt sagen, na wenn dass mal passiert ist der Aufwand wegen einer einzigen Datei viel zu groß und zu teuer. Okay! Aber was, wenn es um Datenbanken geht. Wenn also die Daten von einem Arbeitsplatz in einer Datenbank gespeichert werden. Als mögliche Anwendung denke ich da nur an Warenwirtschaftssysteme, Exchange-Server, Webserver, Buchhaltungs-Programme. Um nur Einige zu nennen.

Wenn jetzt bei einem Schreibzugriff der Strom ausfällt, wird der Datensatz nicht mehr korrekt geschrieben, eventuell fehlt dann auch eine Verknüpfung der Datensätze. Die Folge kann dann eine inkonsistente Datenbank Tabelle sein oder sogar die gesamte Datenbank kann betroffen sein. Das heißt die Datenbank ist hin.

Oft bekommt man diese Probleme mit einer Reparatur der Datenbank wieder in den Griff, aber dennoch bleiben die Ausfallzeiten, bis ein Techniker das reparieren konnte. In wenigen Fällen ist die Datenbank nur noch durch ein Spezialunternehmen zu retten, was wiederum mit noch längeren Ausfallzeiten und immensen Kosten verbunden ist.

Auch im privaten Bereich können durch einen Stromausfall irreparabele Schäden entstehen. Viele Nutzer haben Ihre Fotos oder Videos auf dem PC oder einem NAS Laufwerk gespeichert. In den wenigsten Fällen passiert etwas. Aber ich habe auch hier schon erlebt, das ein Stromausfall den Datenbestand zerstört hat. Oder man arbeitet zu Hause an komplizierten Berechnungen, Video-Kompositionen ect. und der Strom fällt während des Speicherns aus. Und dann sind eventuelle alle Daten für immer futsch. Fotos und Videos vom ganzen Leben. Das möchte ich mir nicht vorstellen.

Stromausfälle können immer passieren, sei es durch Unwetter (höhere Gewalt), den Energieversorger oder durch einen Elektriker der geplant oder ungeplant kurzfristig für einen Stromausfall sorgt. Oder auch ein defektes Gerät kann den FI-Schutzschalter oder eine Sicherung auslösen. Zum Beispiel auch Feuchtigkeit. Zurücklehnen kann sich der, der vorgesorgt hat.

Was ist mir passiert

Ich habe einen Server, der auch schon seit einigen Jahren mit einer kleinen USV betrieben wird. Auf diesem Server läuft wiederum ein virtueller Server, welcher eine Microsoft SQL Datenbank für ein Warenwirtschaftssystem zur Verfügung stellt, sowie als zentralen Datenspeicher für die Buchhaltungs- und  Dokumentenablage dient.

Nach einem Batterieausfall, der bis dahin eingesetzten USV, musste ich eine neue USV anschaffen und habe bei dieser Gelegenheit auch mein Sicherheitskonzept überarbeitet. Bei der alten USV waren die Akkus fest verbaut und es gab auch keine Ersatzakkus für dieses Gerät auf dem Markt. Ich brauchte also eine neue USV.

Für diese USV habe ich mich entschieden

Nach eingehender Recherche habe ich mich dieses mal für ein Gerät der Marke APC entschieden. Die Wahl viel auf eine APC Smart-UPS SMC1000I. Ich habe erst mit der APC Back-UPS PRO 900 geliebäugelt, weil die etwas kleiner ist und auch etwas schicker aussieht. Zudem war Sie ca. 100,- EUR günstiger. Die APC Back-UPS ist allerdings für den Desktop-Einsatz konzipiert und dafür ist sie auch absolut zu empfehlen.

APC Smart-UPS SMC 1000

Für um die 300,- EUR ist die APC Smart-UPS SMC1000I für den Einsatz an einem Server die bessere Wahl.  Die USV hat insgesamt eine Ausgangsleistung von 600W / 1000VA, die an 8 Kaltegrätesteckdosen auf der Rückseite zur Verfügung steht. Das sollte ausreichend dimensioniert sein für meinen Server. Es gibt die APC Smart-UPS auch als Ausführung mit Schukosteckdosen.

8 Anschlüsse für Geräte

Übrigens die Leistungsdaten des Servers sind: Intel Xeon Prozessor mit 3×3,5 GHz, 64GB Arbeitsspeicher und 2x 1000GB SATA WD Red im Raid1. Das alles ist in einem Tower-Gehäuse mit einem 500W Netzteil verbaut.

Im Betrieb ist der Prozessor im Durchschnitt zwischen 3 und 5 % ausgelastet. Laut Hersteller kann die Smart-UPS SMC-1000I unter Vollast etwa 5-6 Minuten überbrücken, bei typischer Teillast sind es etwa 15 Minuten. Bei meinen tatsächlichen Rechenleistungen wird es deutlich mehr sein.

Die USV ist auch für Besitzer des Hyper-V Core Server oder einer Server Installation ohne grafischer Oberfläche interessant, da die mitgelieferte Software auch hier installiert werden kann und Ihren Dienst verrichtet.

So wird die USV eingebunden

Die USV selber ist recht schnell eingebunden. Vor Inbetriebnahme muss zu erst der Batterieanschluss auf der Rückseite der USV geschlossen werden. Danach kann es mit dem Aufbau des Gerätes losgehen.

Smart-UPS Batterie Connector

Einfach die USV neben den Server oder PC aufstellen und mittels der beiliegenden Kaltgeräte-Kabel mit dem PC verbinden. Das Anschlusskabel, welches bisher den PC mit Strom versorgt hat, wird nun in die USV eingesteckt. Damit ist schon der wichtigste Teil zur Stromversorgung erledigt. Zu guter Letzt muss die Smart-UPS über ein USB Kabel mit dem Server oder dem PC verbunden werden. Das war es im Prinzip auch schon.

Bei der Aufstellung ist zu beachten, das die Lüftungsschlitze nicht verdeckt werden, damit eine ausreichende Luftzirkulation gewährleistet ist. Auch das Gewicht spielt für den Aufstellungsort eine Rolle. Die Smart-UPS SMC1000I wiegt stattliche 17 kg, trotzt Ihrer kleinen Baugröße.

Im letzten Schritt muss nur noch die mitgelieferte Software auf dem PC oder Server installiert werden, damit der Computer mit der USV kommunizieren kann und im Ernstfall den PC/Server rechtzeitig herunterfährt.

Die Software einrichten

Zu dieser USV wird ein Softwarepaket auf CD-Rom mitgeliefert. Und zwar die „Powerchute“ in der Business Edition. Aber wie das immer so bei CD-Rom’s aussieht, ist die darauf enthaltene Software veraltet. Aus diesem Grund habe ich mir die aktuelle Version der Powerchute Business Edition aus dem Downloadbereich der APC Webseite heruntergeladen.

Bevor du die Software installierst, solltest du prüfen, ob die USV korrekt im Gerätemanager erkannt und eingetragen ist. Dort wird Sie als Batterie angezeigt. Nur wenn die USV dort korrekt erkannt wurde, kann die Software auch ordnungsgemäß arbeiten.

USV Eintrag im Gerätemanager

Also wie gesagt, die aktuelle Version herunterladen und dann die Powerchute Business Edition auf dem Server bzw. PC installieren. Während der Installation wirst du aufgefordert einen Benutzernamen und ein Passwort für die Verwendung der Software festzulegen. Bei dem Passwort müssen die Windows-Richtlinien beachtet werden. Also mehr als 8 Zeichen, Groß- und Kleinschreibung sowie Zahlen und Sonderzeichen.

Jetzt kommt die Besonderheit der Business Edition. Nachdem die Installation abgeschlossen ist, existiert kein Programmeintrag im Startmenü, sondern nur ein Link zu einer lokalen Webseite. Da die Software für den professionellen Einsatz konzipiert ist, wird keine grafische Oberfläche in dem klassischen Sinne installiert. Die APC Powerchute Business Edition muss auch auf Core Servern lauffähig sein. Mit Core Server meine ich Windows Server, die ohne grafischer Oberfläche auskommen.

Bei der Installation der Powerchute wird nur ein Agent-Dienst eingerichtet, der die USV permanent abfragt und den Server dann kontrolliert herunter fährt.

Die Konfiguration der Powerchute Business Edition erfolgt über eine Weboberfläche, die über einen Browser auf dem Server oder über einen anderen Rechner im Netzwerk aufgerufen werden kann.

Die Konfiguration der APC Smart-UPS

Um die Konfiguration aufzurufen suchst du am besten im Startmenü nach der Verknüpfung. Alternativ kannst du die Oberfläche auch direkt über den Browser unter folgender URL aufrufen: https://localhost:6547. Wenn du die Oberfläche von einem anderen Rechner aus dem Netzwerk aufrufen möchtest, muss du localhost durch den Rechnernamen oder die IP-Adresse ersetzen.

Nach dem ersten Login, wirst du durch einen Assistenten für die Ersteinrichtung geleitet. Hier kannst du schnell und einfach die wichtigsten Grundeinstellungen vornehmen. Ich zeige dir hier allerdings nur die zwei wichtigen Bereiche der Konfiguration.

APC PowerChute Login

Als erstes findest du auf der Seite „UPS Status“ die aktuellen Leistungswerte deiner USV. Hier wird dir auch unter dem Punkt „Runtime Remaining“ angezeigt, wie lange deine USV bei aktueller Belastung deinen Server /PC mit Strom versorgen kann. In meinem Beispiel sind das ca. 157 Minuten.

APC PowerChute Status Seite

Nun darfst du diese Werte nicht als verbindlich ansehen, da das nur rechnerisch ermittelte Werte sind, die auf dem aktuellen Energieverbrauch des Servers/PC basieren. Während des Herunterfahrens hat dein Prozessor und die Komponenten im PC wesentlich mehr zu erledigen und verbrauchen dann auch mehr Strom. Also würde ich hier sicherheitshalber von etwa 130 Minuten besser noch 100 Minuten ausgehen.

Auf der Seite „Shutdown Settings“ werden die wichtigen Einstellungen vorgenommen. In meinem Fall habe ich die USV jetzt so konfiguriert, dass Sie den Server nach 5 Minuten im Batteriebetrieb herunterfährt. Dazu habe ich den Modus „At runtime limit“ ausgewählt und eine Zeit von 300 Sekunden eingestellt. Im Feld „Time for operating system to shut down“ stellst du die Zeit ein, die der Server benötigt, um herunter zufahren. Hier habe ich 3 Minuten eingetragen.

APC Powerchute Einstellungen

 

Die Zeit zum Herunterfahren des Server’s ist die Zeit, die vom Server benötigt wird, bis er alle Anwendungen und Dienste beendet hat und der Server auch wirklich aus ist. Im Idealfall diese Zeit mit einer Stoppuhr messen und etwas Puffer zugeben.

Daraus ergibt sich dann eine Gesamtlaufzeit von 8 Minuten, welche die Smart-UPS auf jeden Fall überbrücken muss.

Aufbau und Einrichtung der USV als Video

Zur besseren Verständlichkeit, habe ich mich dazu entschlossen das gesamte Tutorial zusätzlich als Video bereitzustellen. In diesem Video zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du deine USV in Betrieb nimmst und die Software auf dem Server einrichtest.

Warum herunterfahren nach 5 Minuten

Meine USV stellt für mich eine Schutzfunktion für die Sicherheit meines Servers und meiner Daten dar. Jetzt gehen wir mal von folgendem Szenario aus: Der Strom fällt aus und die USV speist den Server bis kurz bevor die Akkus leer werden mit Strom. Bei meinen Werten der USV sagen wir mal 1 Stunde und dann fährt Sie den Server herunter.

So weit so gut. Doch was ist wenn auf Grund von Bauarbeiten kurze Zeit (5 Minuten) nach dem der Strom wieder da ist, der Strom erneut ausfällt? In der kurzen Zeit konnte die USV nicht geladen werden. Dann kommt es jetzt trotzdem zu einem abrupten Spannungsverlust für den Server und die Daten sind wieder in Gefahr. So ein Szenario kommt doch schon häufig vor, wenn der Strom auf Grund vom Bauarbeiten kurzfristig abgeschaltet wurde und nach dem der Strom dann wieder da ist durch einen Defekt wieder weg ist, oder ein fehlerhafter FI-Schutzschalter erneut auslöst.

Fazit

Mit einer unterbrechungsfreien Stromversorgung von APC, insbesondere die Smart-UPS Modelle, bist du auf der sicheren Seite bei einem Stromausfall. Die Geräte werden direkt von Windows erkannt und lassen sich sehr komfortabel einstellen. Damit kann ein Datenverlust durch einen Stromausfall wirkungsvoll vermieden werden.

Ich kann die APC Smart-UPS SMC1000I absolut empfehlen, da ich Sie schon eine ganze Weile im Einsatz habe und das Gerät immer zuverlässig funktioniert hat. Auch preislich ist die Smart-UPS durchaus erschwinglich.

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Geschenkt: Bestseller Buch "Das Perfekte Online Business" jetzt als eBook + Hörbuch gratis für dich!

Actung nur für kurze Zeit! Sichere dir noch heute dein Exemplar von Said Siripour völlig kostenfrei. 100% ohne Risiko. Trage jetzt hier deinen Vornamen und deine E-Mail Adresse ein und ich schicke dir die Infos!

Deine Anfrage wurde erfolgreich übermittelt. Nur noch einen Schritt. Bitte schaue in dein Postfach und bestätige deine Adresse, damit ich dir die Infos zusenden kann.

Pin It on Pinterest

Share This